Der Online-Handel in Europa nimmt immer weiter zu…

Der E-Commerce-Anteil am gesamteuropäischen Bruttosozialprodukt liegt mittlerweile bei 2,59 Prozent. Bis 2020 soll es laut E-Commerce Foundation doppelt so viel sein. Es besteht eine sehr große Chance für Unternehmer in benachbarte Länder zu verkaufen, denn die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen hört nicht an der deutschen Grenze auf, obgleich die Kaufkraftunterschiede immens sind.

Auf diese Unterschiede muss bei einem Verkauf in das europäische oder interkontinentale Ausland eingegangen werden, denn es bestehen kulturelle, rechtliche, finanzielle und geographische Unterschiede, die nicht zu unterschätzen sind. Trotzdem ist das Potenzial an möglichen Verkäufen, neuen Applikationen und neuen Dienstleistungen in Europa bei weitem nicht ausgeschöpft. Beliebteste Produktkategorie, mit umgesetzten 52 Milliarden Euro, ist Bekleidung.

Eine genaue Planung und professionelle Hilfe sind hierbei aber unablässig. Engagiere dafür einen Berater für das Ausland, in welches Du planst zu expandieren.

Eine Anmerkung zur steuerrechtlichen Thematik: Wenn in EU Mitgliedsstaaten exportiert wird, kann der sogenannte „Mini One Stop Shop“[1] in Anspruch genommen werden.

Wenn Du zum Beispiel nach Bosnien und Herzegowina exportierst, welches zwar geographisch zu Europa gehört, aber nicht wirtschaftspolitisch, dann musst Du im Zielland einen Steuerberater suchen und an das dortige Finanzamt und zum dortigen Steuersatz die aus den Verkäufen erzielte Umsatzsteuer abführen. So war der Ablauf auch bei den wirtschaftspolitisch europäischen Staaten bis Ende 2014.

Dieser Prozess wird durch das seit dem 01.01.2015 in Kraft getretene „Mini One Stop Shop“ Verfahren für den Handel in der Euro-Zone vereinfacht. Nun muss sich der Unternehmer keine Steuerberater vor Ort sowie das passende Finanzamt suchen, sondern kann über das zentrale Steuerabführungsverfahren des Bundeszentralamtes für Steuern (BZSt) die zu entrichtende Umsatzsteuer gesammelt über das BZSt elektronisch abwickeln.

Quintessenz aus der internationalen Handelstätigkeit ist, dass eine vorherige Vorbereitung und Anpassung an die jeweiligen Bedingungen im Zielland mit Hilfe professioneller Berater unabdingbar ist und jeder sich zunächst gut informieren sollte, bevor unnötige Fehler gemacht werden.

[1] Vgl. URL: https://www.bzst.de/DE/Steuern_International/Mini_One_Stop_Shop/Mini_One_Stop_Shop_node.html (04.11.2016, 21:11 Uhr)

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